DaVinci Resolve oder Premiere Pro? Der Vergleich

DaVinci Resolve oder Premiere Pro? Der Vergleich

DaVinci Resolve oder Adobe Premiere Pro? Wir vergleichen Kosten, Funktionen, Workflow sowie Vor- und Nachteile und zeigen, welche Software zu welchem Projekt passt.

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14.08.2026

Information

DaVinci Resolve - das neue Premiere Pro? Der große Vergleich

Für jeden, der sich schon einmal mit Medienproduktion beschäftigt hat, sind Programme wie Adobe Premiere Pro, After Effects oder Photoshop ein Begriff. Doch seit einigen Jahren gewinnt eine weitere Software zunehmend an Aufmerksamkeit. 

DaVinci Resolve, benannt nach dem berühmten Renaissancekünstler Leonardo da Vinci, ist seit Jahren für sein professionelles Color Grading bekannt. Es wird bereits bei großen Hollywood-Produktionen, wie Avatar: The Way of Water, Dune oder Avengers: Infinity War, eingesetzt.
Gleichzeitig entwickelt sich die Software immer mehr in eine umfassende Lösung für Videoschnitt, Farbkorrektur, Effekte, Audiobearbeitung und seit neuestem Update auch Fotobearbeitung, weiter.

Damit stellt sich für immer mehr Nutzer die Frage:

DaVinci Resolve oder Adobe Premiere Pro?


DaVinci Resolve

Adobe Premiere Pro

Kosten

Kostenlos
Studio: 305 € (einmalig)

Premiere Pro ab 25,99 € monatl. (im Jahresabo)*

Creative Cloud ab 77,99 € monatl. (im Jahresabo)*

Videoschnitt

Sehr gut

Sehr gut

Color Grading

Besonders stark

Sehr gut

VFX & Motion Graphics

Fusion (integriert)

After Effects

Audio

Fairlight (integriert)

Audition

Workflow und Integration

Viele Funktionen in einer Anwendung integriert

Spezialisierte Adobe Programme, über Dynamic Link verknüpft

Ökosystem

Blackmagic Design

Adobe Creative Cloud

Einstieg

Umfangreicher Funktionsumfang, dadurch höhere Lernkurve

Besonders zugänglich für Nutzer des Adobe-Ökosystems 

*Preise variieren je nach Angebot, Region und Tarif

Welche Software ist also besser: DaVinci Resolve oder Premiere Pro?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht. DaVinci Resolve punktet besonders mit seinem integrierten Workflow und den umfangreichen Color-Grading-Funktionen.
Premiere Pro überzeugt dagegen vor allem durch die enge Verbindung mit dem Adobe-Ökosystem und Programmen wie After Effects und Photoshop.

Was sind die Vorteile von DaVinci Resolve?

Schauen wir uns die Punkte genauer an, bei denen Resolve wirklich glänzt. Dazu zählen vor allem der integrierte Workflow, die umfangreichen Color-Grading-Möglichkeiten und der Preis.

Ein Programm für die komplette Postproduktion

Statt für jeden Bereich der Postproduktion zwischen mehreren Programmen zu wechseln, lassen sich viele Arbeitsschritte direkt in DaVinci Resolve erledigen.

Die verschiedenen Bereiche sind in sogenannten Pages organisiert: Edit für den Videoschnitt, Color für die Farbkorrektur, Fusion für visuelle Effekte und Motion Graphics und Fairlight für die Audiobearbeitung.

Gerade für Einzelpersonen oder kleinere Teams kann es sehr praktisch sein, dass ein großer Teil eines Workflows in einer einzigen Anwendung stattfindet, statt mehrere Programme zu verknüpfen.

Color Grading

Color Grading gehört zu den größten Stärken von DaVinci Resolve. Die Software arbeitet unter anderem mit sogenannten Nodes. Einfach gesagt, kann jeder Node einen bestimmten Bearbeitungsschritt übernehmen. Ein Node kann beispielsweise die Belichtung verändern, ein anderer die Farben anpassen und ein weiterer einen bestimmten Look hinzufügen. Diese einzelnen Schritte lassen sich miteinander verbinden und zu einem individuellen Grading-Workflow aufbauen. 

Dadurch bietet Resolve besonders umfangreiche Möglichkeiten, Farben gezielt zu bearbeiten und einen individuellen visuellen Look zu entwickeln.

Die kostenlose Version

Gerade für Freelancer, Selbstständige, oder alle, die neu in professionelle Videobearbeitung einsteigen, ist dies ein besonders starkes Argument. 

Aber kann die kostenlose Version von DaVinci Resolve wirklich mit Premiere Pro mithalten?

Für die meisten Anwendungsfälle: ja, da die kostenlose Version bereits etwa 95% der Funktionen besitzt.

In der Studio-Version kommen zusätzliche professionelle Werkzeuge hinzu, wie z.B. KI-Funktionen oder Resolve FX. 

Wichtig zu erwähnen ist, dass statt eines laufenden Abonnements, die Studio-Version einmalig gekauft wird. Wer die Software über mehrere Jahre nutzt, kann dadurch langfristig Kosten sparen. 

Wer aber hauptsächlich Kurzvideos für Social Media produziert oder private Projekte bearbeitet, ist bereits mit der kostenlosen Version sehr gut bedient.

Welche Nachteile hat DaVinci Resolve?

DaVinci Resolve bringt zwar viele Funktionen, aber genau das kann auch zur Herausforderung werden. Wer die Software neu kennenlernt, muss sich zunächst mit der umfangreichen Oberfläche und den verschiedenen Arbeitsbereichen vertraut machen. 

Die Lernkurve

DaVinci Resolve besitzt sehr viele Funktionen, die kompakt auf einer Oberfläche zu entdecken sind. Gerade für Einsteiger kann das etwas überwältigend sein und dazu führen, dass man zu Beginn Schwierigkeiten hat, sich zurechtzufinden. 

Auch das Node-System, das beim Color Grading und in Fusion verwendet wird, kann ungewohnt sein, insbesondere wenn man bisher nicht mit node-basierten Workflows gearbeitet hat. 

Lohnt sich ein Umstieg?

Wer bereits intensiv mit Adobe-Produkten arbeitet, sollte einen Wechsel gut abwägen. In vielen Medienunternehmen sind Programme wie Premiere Pro, After Effects und Photoshop bereits fest in die täglichen Workflows integriert. Ein kompletter Wechsel kann deshalb zunächst mehr Aufwand als Nutzen bedeuten. 

Wir selbst arbeiten mit beiden Anbietern. So können wir je nach Projekt und Anforderungen die passende Software einsetzen und unseren Auftraggebern eine möglichst flexible Lösung bieten. 

Was sind die Vorteile von Adobe Premiere Pro?

Dass die Adobe Creative Cloud weit verbreitet und etabliert ist, kommt nicht von ungefähr. Ihre größte Stärke liegt vor allem im Zusammenspiel der verschiedenen Programme. Wer bereits mit Adobe arbeitet, kann Premiere Pro nahtlos in einen bestehenden Workflow integrieren und auf ein großes Ökosystem aus unterschiedlichen Tools zurückgreifen.  

Das Adobe-Ökosystem

Die Stärke von Premiere Pro liegt vor allem in der Verbindung mit dem Adobe-Ökosystem.

Neben Premiere Pro bietet Adobe zahlreiche spezialisierte Programme: After Effects für Motion Graphics und visuelle Effekte, Photoshop für Bildbearbeitung oder Illustrator für Vektorgrafiken und Designs.

Dazu kommen Anwendungen für mobile und webbasierte Workflows, beispielsweise Lightroom für die Bildbearbeitung oder Adobe Express für die schnelle Erstellung von Social-Media-Content.

Gerade für Content Creator und Medienproduktionen kann diese Kombination ein großer Vorteil sein: Statt für jede Aufgabe eine komplett neue Softwarelösung zu suchen, stehen viele Werkzeuge innerhalb eines gemeinsamen Ökosystems zur Verfügung.

Wie funktioniert der Dynamic Link?

Ein besonders praktisches Beispiel für die Verbindung zwischen den Adobe-Programmen ist Dynamic Link.

Damit lassen sich beispielsweise Premiere Pro und After Effects miteinander verbinden, ohne seine Arbeit zunächst separat zu rendern und zu exportieren. Wird ein Premiere-Pro-Clip beispielsweise durch eine After-Effects-Komposition ersetzt, kann diese direkt in After Effects bearbeitet werden.

Das Beste daran? Durch die dynamische Verlinkung werden die Änderungen direkt in Premiere Pro übernommen.

Einfacher Einstieg?

Wer bereits mit Adobe-Produkten vertraut ist, kann es bei Premiere Pro leichter haben, sich zurechtzufinden. Viele Adobe-Anwendungen folgen ähnlichen Bedienkonzepten und sind eng miteinander verknüpft.

Für jemanden, der beispielsweise bereits mit Photoshop oder After Effects arbeitet, kann Premiere Pro deshalb einen vergleichsweise niedrigen Einstieg bieten.

Die Nachteile von Adobe Creative Cloud

Auch bei Adobe gibt es Punkte, die man vor der Entscheidung für Premiere Pro berücksichtigen sollte. Besonders das Abomodell und die langfristigen Kosten spielen dabei eine Rolle. 

Das Abomodell

Der größte Kritikpunkt von vielen Nutzern ist das Abomodell und die oftmals verwirrenden oder undurchsichtig erscheinenden Rahmenbedingungen dieser Abonnements. Dies führte auch zu einer Klage der US-amerikanische Federal Trade Commission (FTC) gegen Adobe, bei der sie dem Unternehmen unter anderem vorgeworfen haben, wichtige Informationen zu Kündigungsbedingungen nicht ausreichend transparent dargestellt zu haben.

Das bedeutet nicht automatisch, dass ein Adobe-Abo die falsche Wahl ist. Wer regelmäßig mit Premiere Pro und anderen Adobe-Programmen arbeitet, kann vom Abo-Modell durchaus profitieren. Für Nutzer, die nur gelegentlich Videos schneiden, können die laufenden Kosten allerdings ein wichtiger Entscheidungsfaktor sein.

Mitgehangen, mitgefangen?

Wer Premiere Pro nutzen möchte, kommt an der Adobe Creative Cloud App nicht vorbei. Sie dient als zentrale Plattform für die Installation und Verwaltung der Adobe-Programme. Auch wenn man zunächst nur Premiere Pro benötigt, ist die Creative Cloud damit fester Bestandteil des eigenen Workflows. 

Das kann praktisch sein, wenn man später weitere Programme wie After Effects, Photoshop oder Audition nutzen möchte. Wer dagegen ausschließlich Premiere Pro benötigt, muss sich trotzdem mit dem Creative-Cloud-Ökosystem und dessen Verwaltung auseinandersetzen.  

Auf der anderen Seite erleichtert es aber auch den Workflow, sollte man sich zukünftig doch dazu entscheiden, neben Premiere Pro, weitere Adobe-Produkte zu nutzen.

DaVinci Resolve oder Premiere Pro  - was passt nun zu wem?

Eine pauschale Antwort darauf, welche Software besser ist, gibt es nicht. Beide Programme haben ihre Stärken, aber entscheidend ist, welcher Workflow zu deinen Anforderungen passt. 

DaVinci Resolve passt zu dir, wenn…

  • du keine laufenden Abo-Kosten möchtest

  • du möglichst viele Bereiche der Postproduktion in einer Software erledigen möchtest 

  • Color Grading wichtig ist

  • du neu in professioneller Videobearbeitung einsteigst

  • du mit einem kleineren Team arbeitest

Premiere Pro passt zu dir, wenn…

  • du bereits Programme der Adobe Creative Cloud nutzt

  • du in einem Adobe-Team arbeitest

  • du viel mit After Effects arbeiten möchtest

Und was nutzen wir?

Wir arbeiten bewusst mit beiden Programmen. Je nach Projekt, Team und Anforderungen kann die eine oder andere Software die bessere Wahl sein. Für uns geht es deshalb weniger darum, einen eindeutigen Gewinner zu bestimmen, sondern die Software einzusetzen, die am besten zum jeweiligen Workflow passt.


Warum wechseln einige Nutzer von Premiere Pro zu DaVinci Resolve?

DaVinci Resolve gewinnt zunehmend an Nutzern. Zwischen 2018 und 2024 kamen rund fünf Millionen neue Nutzer hinzu und zeigt damit ein deutliches Wachstum innerhalb weniger Jahre.

Ob diese Nutzer nun tatsächlich von Premiere Pro umgestiegen sind oder neu hinzugekommen sind, ist unklar. 

Trotzdem zeigt die Entwicklung, dass DaVinci Resolve längst mehr als eine Nischenlösung für Color Grading ist. Die Kombination aus einer umfangreichen kostenlosen Version, einem integrierten Postproduktions-Workflow und der wachsenden Bekanntheit macht die Software für immer mehr Nutzer interessant. 


Wird DaVinci Resolve Adobe ersetzen?

Davon kann aktuell keine Rede sein. Trotz des starken Wachstums von DaVinci Resolve ist Adobe weiterhin ein sehr großer Player im Markt. Das zeigt sich auch an den Nutzerzahlen von Premiere Pro: Diese stiegen von rund 5 Millionen Nutzern im Jahr 2019 auf rund 30 Millionen im Jahr 2024.

Auch der Umsatz von Adobe zeigt, dass das Unternehmen keineswegs an Bedeutung verliert: 2025 erzielte Adobe einen Rekordumsatz von 6,19 Milliarden US-Dollar.

DaVinci Resolve ist damit eine ernstzunehmende Alternative zu Premiere Pro, aber noch lange kein Ersatz für das gesamte Adobe-Ökosystem.


Fazit

Ob DaVinci Resolve oder Premiere Pro die bessere Wahl ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Beide Programme bieten umfangreiche Möglichkeiten für die professionelle Medienproduktion. Welche Software besser geeignet ist, hängt von den eigenen Anforderungen, dem Workflow und dem jeweiligen Projekt ab.

Letztendlich geht es also weniger darum, einen eindeutigen Sieger zu bestimmen, sondern das passende Werkzeug für die jeweilige Aufgabe zu finden.



https://www.blackmagicdesign.com/de/media/release/20180709-01 

https://www.adobe.com/de/creativecloud/plans.html 

https://www.blackmagicdesign.com/de/products/davinciresolve 

https://helpx.adobe.com/de/after-effects/desktop/work-with-other-applications/work-with-dynamic-link/dynamic-link-effects.html 

https://master-editing.de/blog/davinci-resolve-kostenlos-vs-studio/ 

https://www.adobe.com/de/mobile-apps.html 

https://helpx.adobe.com/de/after-effects/desktop/work-with-other-applications/work-with-dynamic-link/dynamic-link-effects.html 

https://www.youtube.com/watch?v=IKJvzoVJCjA 

https://www.ftc.gov/news-events/news/press-releases/2024/06/ftc-takes-action-against-adobe-executives-hiding-fees-preventing-consumers-easily-cancelling 

https://sendshort.ai/statistics/davinci-resolve/ 

https://news.adobe.com/news/news-details/2023/adobe-and-figma-mutually-agree-to-terminate-merger-agreement 

https://sqmagazine.co.uk/adobe-creative-cloud-statistics/ https://www.youtube.com/watch?v=Ug0C3ajWtzo

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